Auflistung einiger Aktivitäten unserer Stiftung im Jahr 2010

 

  • Erzähltheater in der Bücherburg der Rheinschule

Für die Schüler der ersten Klassen der Rheinschule in Roxheim konnten wir ein besonders Event finanzieren. Eine Puppenspielerin spielte mit selbst hergestellten Marionetten das Märchen „Hans im Glück“. Musikalisch wurde sie von Mundharmonika, Rasseln, Tamburin und Glocken begleitet. Die Kinder  verfolgten mucksmäuschenstill die Aufführung und konnten nach der Vorstellung die Marionetten in Augenschein nehmen. Die Schule und die dortige „Bücherburg“ bedankten sich bei der Stiftung für die Finanzierung dieser lehrreichen und gelungenen Veranstaltung.

 

  • Spielend Französisch lernen

Die Stiftung konnte endlich einen lange geplanten Kurs beginnen  in Zusammenarbeit mit dem franz. Freundschaftskreis unter dem Motto: „Spielend Französisch lernen“.

Die meisten Kinder beginnen den Fremdsprachenunterricht erst in den weiterführenden Schulen. Heute weiß man jedoch, dass es den Kindern zugutekommt, wenn sie so früh wie möglich mit einer Fremdsprache in Berührung kommen.

Im frühen Alter geht das vorwiegend über intuitives Lernen beim muttersprachlichen Umgang.

Deshalb organisieren wir ein Angebot, bei dem Kinder ohne Leistungsdruck beim Spielen und Singen die Sprache vermittelt bekommen.

Fazit:

Der französische Freundschaftskreis übernimmt die Inhalte.

Die Stiftung übernimmt alle organisatorischen Aufgaben.

Die Kurse hatten guten Zulauf, waren in drei Trimestereinheiten gegliedert und wurden samstagvormittags im Kath. Pfarrheim in Bobenheim durchgeführt.

Zum Abschluss fand vor Weihnachten eine kleine Aufführung für die Eltern statt. Die Kinder konnten zeigen was sie gelernt hatten und alle wurden mit Crêpes bewirtet.

Im kommenden Jahr sind weitere Kurse geplant.

 

  • Startpaket Bücherminis

„Mit Büchern wächst man besser“ Unter diesem Motto werben das Landesbibliothekszentrum und 51 Bibliotheken  in Rheinland-Pfalz für eine möglichst frühzeitige Sprach- und Leseförderung schon von klein auf.

Unsere Gemeindebücherei  wollte sich auch an diesem Projekt beteiligen und suchte deshalb einen Sponsor dafür. Es soll für jedes neugeborene Kind ein „Bücherstartpaket“ ausgeteilt werden. Inhalt des Paketes ist Material für das Baby und Anleitungen für die Eltern, um einen Zugang zur Leseförderung von klein an zu beginnen. Die Stiftung kaufte diese Pakete und Manfred Gräf hat jeder Familie mit einem  Neugeborenen ein Exemplar überbracht. Es enthält neben einem farbenfrohen Bilderbuch mit Illustrationen von Lila Leiber und einem passenden Mobile auch eine Elternbroschüre mit Tipps zum Vorlesen und zur frühkindlichen Sprachförderung, ein Faltblatt mit Buchempfehlungen sowie einen Gutschein zur kostenlosen Bibliotheksbenutzung für ein Jahr. Die Aktion soll auch im Folgejahr fortgeführt werden.

 

  • Kerwelauf

Bereits zum vierten Mal  fand auch dieses Jahr wieder auf Initiative unserer Stiftung der Kerwelauf der Realschule plus am Altrhein statt. Die Schule hatte aus organisatorischen Gründen in diesem Jahr eine große Veranstaltung daraus gemacht. Den ganzen Vormittag des 6. Septembers über vertrieben sich die Schüler die Wartezeit bis zu ihrem Starttermin damit, die Angebote wie z.B. Sackhüpfen, Ballspiele, Eierlauf, Minigolf oder einfach im Beisammensein nur die Sonne zu genießen. Die ganze Schule mit weit über 400 Schülerinnen und Schülern war „in Bewegung“, was nach Aussagen von Lehrern und Jugendlichen das Gemeinschaftsgefühl gestärkt habe. Dies hat auch vor dem Hintergrund, dass mittlerweile mehr als die Hälfte der Schülerschaft aus umliegenden Kommunen kommt, eine besondere Bedeutung. Die C&M Gräf Stiftung unterstützte die Teilnehmer mit Obst und Getränken – und half auch organisatorisch im Vorfeld der Großveranstaltung.

 

  • Besuch der Gedenkstätte in Osthofen

Am Volkstrauertag luden die Stiftung und die örtliche VHS ein, zu einer geführten Besichtigung der Gedenkstätte Osthofen. Wir, eine Gruppe von 22 Erwachsenen und Kindern, fuhren mit dem Zug in die rheinhessische Gemeinde, wo wir nach einem kurzen Spaziergang in der Gedenkstätte, dem ehemaligen Konzentrationslager Osthofen, empfangen wurden.

 

Wir erhielten  in einem anschaulichen Vortrag zuerst ein Überblick über die frühe Entstehung  und  die damals erhoffte abschreckende Wirkung eines solchen Lagers in direkter Nachbarschaft von Worms, wo deutlicher Widerstand gegen das NS Regime vorhanden war. Dieses Gefängnis war noch nicht vorwiegend für jüdische Mitbürger, sondern für Regimekritiker allgemein zur Einschüchterung gedacht.

 

Nach einer ausführlichen Frage/Antwort – Runde erfolgte eine gemeinsame Besichtigung. Anschließend war noch genügend Zeit um in Ruhe die Dauerausstellung zu besuchen. Es war eine Veranstaltung, die  alle Teilnehmer als bedrückend, jedoch unbedingt als erfahrenswert empfanden. Es erfolgte eine Reflexion über den zwischenmenschlichen Umgang, über Unrecht und Intoleranz.

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© Christel und Manfred Gräf Stiftung