Christel & Manfred
Gräf Stiftung
Die örtliche Initiative „Gemeinsam für Demokratie & Vielfalt“, deren Mitglied auch unsere Stiftung ist, bietet einen Kurzworkshop "Argumentationstraining gegen Stammtischparolen" in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz an:
Am Samstag, den 25. April 2026, von 14 - 17:30 Uhr im Kurpfalztreff, Pfalzring 43.
Anmeldung bitte bis 19. April unter gemeinsam-boro@gmx.de. Die Plätze sind begrenzt.
Diskriminierende, menschenverachtende oder rassistische Sprüche begegnen uns überall: In der Schule, im Sportverein, im Büro oder beim Familientreffen. Sie treffen uns oft unvorbereitet und machen uns sprachlos.
Die Fragen, denen sich das Training widmet, sind: Wie können wir mit diskriminierenden und menschenverachtenden Sprüchen umgehen? Was können wir entgegnen und wann ist Widerspruch und Argumentation gegen solche Aussagen nötig und sinnvoll?
Im Argumentationstraining gegen Stammtischparolen setzen sich die Teilnehmenden mit Situationen auseinander, in denen Vorurteile zu diskriminierenden Aussagen oder Handlungen führen.
Zunächst geht es um deren Wahrnehmung und darum genau hinzuhören und nicht wegzusehen, um Diskriminierung überhaupt erkennen zu können. Die Teilnehmenden bekommen die Möglichkeit, eigene Erfahrungen einzubringen und Vorurteile und Situationen zu behandeln, denen sie im Alltag schon begegnet sind.
Die Sonderausstellung „Der Rhein: Vom Uferidyll zur Hochwasserkatastrophe" - im Oppauer Karl-Otto-Braun-Museum – hat unsere Stiftung gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr Bobenheim – Roxheim am 29. März 2026 besucht.
Die Ausstellung beleuchtete die historische Hochwasserkatastrophe zum Jahreswechsel 1882/83 sowie aktuelle Hochwasservorsorge. Sie stellte heraus, wie sich der Rhein im Laufe der Zeit veränderte, wie Tullas Flussbegradigung wirkte und welche Arten von Hochwasser es gibt. Beleuchtet wurde auch der Hochwasserschutz damals wie heute. Im Mittelpunkt der Ausstellung stand die lokale Hochwasserkatastrophe, bei der mehrere Ortschaften in der Region zerstört wurden und zahlreiche Menschen ihr Leben oder ihr Zuhause verloren.
Mittels Kartenmaterial aus verschiedenen Epochen, Medienstationen sowie allgemeinverständlichen Informationstexten zu diversen Aspekten rund ums Hochwasser wurde die Dringlichkeit des Themas als wichtige Aufgabe der Gegenwart ins Bewusstsein gerückt.
Nach einer einführenden Unterrichtseinheit im Schulungsraum unseres Feuerwehrgerätehauses wurde im Oppauer Museum bei einer interessanten Führung in Wort, Text und Bild die Thematik vertieft.
Den Abschluss der Exkursion bildete ein Besuch „in den Klauergärten“ - dem untergegangenen Ortsteil - , um vor Ort anhand historischen Bildmaterials die Geschehnisse von damals nochmals zu verdeutlichen.
- Weltfrauentag
Der diesjährige Weltfrauentag stand unter dem Motto: „Rechte, Gerechtigkeit und Handeln für alle Frauen und Mädchen".
Dazu hatten wir am 11.3.2026 ins Pfarrheim St. Antonius zu einer Lesung eingeladen.
Die Bücher der Autorin Regina Pietsch befassen sich mit dieser Thematik:
Im Mittelpunkt steht Johanna, eine starke Frau, die ihr Leben meisterte; trotz aller Widrigkeiten. Es geht ihr nicht um Schuldzuweisungen, sondern darum Verantwortung und Solidarität zu zeigen – anstatt zu schweigen. Sie versucht ihre Erfahrungen über die Jahrzehnte hinweg weiterzugeben; bei neuen Aufgaben, bedingt durch die Änderungen der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.
Mit 54 interessierten Gästen übertraf die Resonanz auf die Veranstaltung alle Erwartungen.
Zum Abend hatte die Projektgemeinschaft eingeladen; bestehend aus KÖB „Die Bücherei - Deine Leseinsel", die beiden kath. Frauengemeinschaften, die Gleichstellungsbeauftrage der Gemeinde, sowie die Christel und Manfred Gräf Stiftung.
- Fasching im Altenheim
Auf unsere Initiative hin tragen wir nun schon seit 2016 zum Fastnachtsprogramm am Faschingsfreitag im Caritas Altenheim mit Gesang, Schunkelrunden und einer Polonäse bei.
So gestalteten wir wieder 2026 mit mehreren örtliche Gruppen einen närrischen Nachmittag für die Heimbewohner und deren Angehörigen. Zusammen mit den Sänger/innen und Gitarristen der Naturfreunde machten wir am 13.02. ein Stimmungsprogramm mit Pfälzer – und Faschingsliedern. Es wurde geschunkelt, getanzt, gesungen, gelacht. Kinder und die Prinzessin aus unseren Carnevalsvereinen erfreute mit ihren Auftritten.
Zum Abschluss gab es, wie jedes Jahr, einen von Willi Petermann individuell gestalteten Faschingsbutton für die Senior/innen, die Mitwirkenden und das Personal. Der eine oder andere Bewohner hat schon mehrere Jahresbottons gesammelt.
Zur Vorbereitung der Veranstaltung gibt es immer eine Generalprobe bei den Naturfreunden. Dort wird in einer lustigen Singstunde geprobt und alles vorbereitet.
Dazu gibt es einen kleinen Imbiss und Getränke als „Lohn" für ihre Teilnahme. So macht es nicht nur den Bewohnern und dem Personal einen großen Spaß, sondern die Singgruppe der Naturfreunde ist auch mit Freude dabei. Eine Win-Win Situation für alle Beteiligten.
Schon im 6. Jahr bringt sich unsere Stiftung im Caritas Altenheim bei einem Vorlese-Nachmittag ein. Da wir diese Aktion in unserem Jahresrückblick bisher nicht näher erläutert haben, wollen wir sie nun auf diesem Weg näher beschreiben.
Jeden Donnerstagnachmittag folgen zwischen 6 und 18 Bewohner*innen unserer Einladung. Da viele ältere Menschen nicht mehr gut lesen können, liest Christel Gräf ihnen Kurzgeschichten, Reime und Gedichte, manchmal auch Märchen oder Lausbubengeschichten vor.
Wichtig ist die Aktivierung der Teilnehmer über verschiedene Sinne: Hören, sehen und tasten von mitgebrachten Gegenständen des Jahreskreises; schmecken von jahreszeitlichen Produkten z.B. Melone, Schokolade.
Die Aktivierung des Gedächtnisses wird durch gemeinsames Überlegen gefördert, was alles in ein Rezept gehört, z.B. Kartoffelsuppe und welche Kuchen sie gerne essen (manchmal gibt es auch kleinen Kostproben) z.B. Dampfnudeln.
Einige Teilnehmer freuen sich einfach auch nur über gemeinsames Plaudern.
Christel nimmt immer Anschauungsmaterial mit; z.B. Frühlingsblumen, ein altes Bügeleisen, Schultüte oder Lavendelsäckchen.
Über Bildmaterial, Musik oder Erzählungen können Märchen oder Städte erraten werden. Die Erinnerung an das Alltagsleben früher wird aktiviert.
Die Zeit geht schnell vorbei, wobei man die Konzentrationsfähigkeit der Senioren nicht überfordern darf. Sie bekunden ihre Freude mit Applaus und bestätigen gerne ihre Vorfreude auf das nächsten Mal.